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Musiklegenden | |
Die Toten Hosen - Welterfolg mit deutschsprachiger Punk-Musik
Ein Album der "Toten Hosen"
Als 1982 fünf Jungs mit den Spitznamen Campino, Breiti, Kuddel, Andi und Trini ihre verheißungsvolle Karriere als Fußballer beendeten und sich Verstärker und Instrumente besorgten, um fortan Düsseldorf und Umgebung mit Punkrock zu verunsichern, ahnte wohl noch niemand, daß ihre Band "Die Toten Hosen" einmal an die Spitze der deutschen und internationalen Punk-Musikszene stürmen würde. Songs mit drei Akkorden, gespielt in ohrenbetäubender Lautstärke und unter Einfluß von reichlich Bier, machten ihre chaotischen Auftritte bald weit über die Region hinaus bekannt. Heute sind "Die Toten Hosen" längst eine Kultband und ihre Lieder "Eisgekühlter Bommerlunder", "Hier kommt Alex" oder "Zehn kleine Jägermeister" echte Gassenhauer.
Bericht aus der Zeitung "La Nacion" (Buenos Aires), 27.10.03:
... den Toten Hosen gelang es, diejenigen, die sie noch nicht kannten, zu hypnotisieren und endgültig für sich einzunehmen, mit einem weiten Angebot aus Energie und Punkmelodien, einer exakten Synchronisation und Arrangements, die die Genre-eigenen Beschränkungen bereichern. Ihre Refrains hatten auch einmal etwas vom Glam Rock und ihre Bühnenschau
machte so manchen sprachlos. ... Die Hosen spielten einige ihrer Klassiker wie "Bonnnie and Clyde", "Hier kommt Alex" oder "Wünsch Dir Was" ...
Bericht aus der "taz" (Berlin), 22.10.03:
... Die Toten Hosen in Buenos Aires sind ein Phänomen. Bei Argentiniens jungen Erwachsenen zählen die Düsseldorfer Altpunker zu den populärsten ausländischen Rockbands. Und sie kommen jedes Jahr wieder. ... "Das ist hier ein Rock- und Punk-Land", meint Campino. Im Jahre 1993 waren sie zum ersten Mal in Buenos Aires. Ein Bekannter aus Deutschland war überzeugt, dass die Toten Hosen in Buenos Aires einschlagen würden. Sie vereinbarten einen Handel: Wenn er die Flugkarten schickte, würden sie kommen. Sie kamen. Doch als sie um zwei Uhr nachts im Club Halley eintrafen, war noch kein Mensch da. Alles sah nach einer Pleite aus. Doch um vier Uhr morgens platzte der Club fast aus allen Nähten. ...
Bericht aus der "Süddeutschen Zeitung" (München), 22.10.2003:
... drinnen in der Konzerthalle Luna Park setzt der Anführer von Deutschlands erfolgreichster Band an zum Bad in der Menge. Vor ihm im Saal zappeln 7.000 jüngere Menschen wie Fußballfans in der Südkurve, nackte Haut glänzt an nackter Haut, es riecht nach Schweiß und Bier und Emotion. Manche brüllen wie üblich mit, was der rotblonde Frontmann singt, obwohl die meisten hier kein Wort Deutsch verstehen: "Ich will nicht ins Paradies, wenn der Weg dahin so schwierig ist." Kurz entschlossen springt Andreas Frege, bekannt als Campino, in die Menge. ... "Von unseren 20 besten Konzerten überhaupt haben wir mindestens sechs in Argentinien gemacht", schwärmt Campino, "das sind ganz tiefe Erlebnisse, keine Plattitüden." Den Argentiniern gefällt die Art, sich wie Leistungssportler zu verausgaben, die Klamotten durchzuschwitzen, sich gemeinsam mit ihnen abzureagieren, auch wenn es ungemütlich wird - vergiss die Wirtschaftskrise. ... Irgendwie geht es ja schließlich um Kulturaustausch, die Texte von "Los Hosen" sind in Argentiniens Jugend sicher weiter verbreitet als die von Goethe und Thomas Mann, ihrer Pflege widmet sich sogar eine einheimische Coverband. ... Ihrem Lieblingsland blieben die Hosen auch treu, als Argentinien vor zwei Jahren in der Wirtschaftskrise versank und anderen Gruppen aus dem Ausland die Gagen zu läppisch wurden. Einmal nahmen sie nur noch umgerechnet drei Euro Eintritt, das waren sie ihren klammen Meistersingern vom Silberfluss schuldig. Immerhin lernen Tausende "Hier kommt Alex" oder "Opel Gang" auswendig, 14.000 Kilometer von Deutschland entfernt.
Bericht der Zeitung "Ultima Hora" (Asuncion), 20. März 2000:
"Die Toten Hosen" in Paraguay
"Am Freitag trat die deutsche Punkgruppe "Die Toten Hosen" im "Ferrokcarril" auf. ... Für das Anheizen der Zuschauer waren die lokalen Bands "Enemigos de la Klase" und "Antitesis" zuständig, die ihr Bestes gaben, deren Auftritt aber ein wenig verblasste angesichts des Professionalität der Deutschen. Dann kam die Stunde der vom Publikum heiß erwarteten Vertreter des ultimativen Punk-Rock der 80er Jahre. Das Zusammenspiel der Gruppe und der gute Klang erzeugten mehr als nur einen staunenden offenen Mund im Publikum. Die zahlreichen Anhänger waren vollkommen begeistert. Sie sangen jedes einzelne Lied mit, auch wenn sie weder die Sprache noch die Texte kannten. Das schien die Europäer anzustecken. Daraus entstand eine Spannung im Saal, die dem Konzert eine gewisse Magie verlieh. Der Sänger schmiss sich in die Menge und die Band spielte die Lieder, die das Publikum von ihnen verlangte. Ein Stück wurde sogar komplett auf Spanisch gesungen, wobei der Sänger jedoch nicht seinen harten Akzent ablegen konnte. ... Es gibt nicht den geringsten Zweifel daran, dass diese Gruppe sehr professionell ist und ihren Erfolg verdient hat. Die TOTEN HOSEN sind für das Genre Punk-Rock ein exzellentes Beispiel, ein Vorbild für alle Bands dieser Musikrichtung."
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| REINHARD MEY |  | |
| NENA |  | |
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